"Das Reisen in Gedanken, Büchern und Bildern, die grenzenlose Neugier und die keineswegs naive Haltung, ihre Geschichten von Begegnungen und Zufällen treiben zu lassen, machen Ulrike Ottinger zur großen Expediteurin zu den Rändern der Wahrnehmung unserer Welt. Ob es die Südostpassage nach Fall des Eisernen Vorhangs ist oder in 'Unter Schnee' das japanische Grenzland Echigo, wo der Schnee meterhoch liegt und die Menschen 22 Wörter für ihn wissen – Ottinger agiert wie ein Pauspapier, das Eindrücke aufnimmt und in ihrer Pracht und Farbigkeit bewahrt." (Christina Tilmann, Tagesspiegel)
"Ulrike Ottinger hat mit ihren Filmen die theatralische und die ethnopoetische Erfassung und Beschreibung des Fremden im Filmneu erfunden und geradezu spielerisch die Unterscheidung zwischen europäischen und außereuropäischen Kulturen, zwischen Spielfilm und ethnographischem Film aufgehoben. [...] Ihr Werk besticht in seiner schönen Verknüpfung von Ernsthaftigkeit und Heiterkeit, von Strenge und Poesie, von Epos und Leichtigkeit, von Mythos und Geschichte, von Tradition und Moderne." (Hans-Jürgen Heinrichs, Die Welt)
Internationale Filmfestspiele Berlin 2012
UNTER SCHNEE auf der 62. Berlinale
Ulrike Ottingers neuer Film ist auf der diesjährigen Berlinale im Programm German Cinema - LOLA@Berlinale zu sehen. Die Reihe präsentiert alle Filme der Vorauswahl zur Nominierung des Deutschen Filmpreises.
Spezial TEDDY
Zur Verleihung der TEDDY Awards am 17. Februar erhält
Ulrike Ottinger den Spezialpreis für ihr bisheriges filmisches Werk.
"Bereits mit ihren frühen Filmen der 70er Jahre war Ulrike Ottinger zu einer kulturell und emanzipatorisch inspirierenden Ikone der deutschen Filmlandschaft geworden. Laokoon und Söhne, die Betörung der blauen Matrosen und Madame X nahmen gesellschaftliche und ästhetische Entwicklungen vorweg und waren stilistische Wegbereiter einer sich erst entwickelnden Punk-Kultur: Werke einer wahren Avantgardistin. In den 80ern formulierten ihre Filme einen wesentlichen Teil des West-Berliner Filmkunst-Verständnisses. Den herkömmlichen Erscheinungsformen des Menschen fügten Ulrike Ottingers Filme eine Vielzahl von Facetten hinzu, die die Dualismen wie Mann-Frau oder Schwarz-Weiss armselig erscheinen liessen und einer Diversität Raum gaben, die heute zu den prägenden Eigenschaften Berliner Kultur geworden ist." (Pressemappe TEDDY Award)
Herbst 2011: Uraufführung und Kinostart UNTER SCHNEE - Ausstellungen im Haus der Kulturen der Welt und im Neuen Berliner Kunstverein - Verleihung des Hannah-Höch-Preises - Filmreihe im Arsenal
Von September 2011 bis Januar 2012 finden in Berlin zahlreiche Veranstaltungen rund um Ulrike Ottinger statt. Am 7. September eröffnet die Ausstellung Floating Food im Haus der Kulturen der Welt, wo am 9. September auch ihr neuer Film UNTER SCHNEE seine Uraufführung feiert. Am 25. November wird Ulrike Ottinger der Hannah-Höch-Preis verliehen. Anlässlich dieser Ehrung zeigt der Neue Berliner Kunstverein erstmals in Deutschland eine Ausstellung ihres frühen malerischen Werks. Parallel ist im Kino Arsenal vom 18. September 2011 bis 22. Januar 2012 eine Auswahl ihrer Filme zu sehen, in einer zwölfteiligen Reihe mit begleitenden Gesprächen und Einführungen. Zu den beiden Ausstellungen erscheint je ein Künstlerbuch im Verlag Walther König.
In Vorbereitung: DIE BLUTGRÄFIN
Mit Ungeduld von ihrer treu ergebenen Zofe Hermine erwartet, steigt Gräfin Erzsébeth Báthory, La Comtesse Sanglante, Tigerin in Menschengestalt, hinauf ans Tageslicht. Eine rasante Schnitzeljagd auf den Spuren der Ahnen führt das Damen-Gespann durch ein schaurig-schönes Wien. Eine aberwitzige Reise zu den Wurzeln des ungebrochen starken Mythos vom Vampyre Empire!
In den Hauptrollen: Tilda Swinton und Isabelle Huppert!
Preis der deutschen Fimkritik: PRATER
Menschen, Monster, Sensationen. Mit betörenden Bildern verwandelt Ulrike Ottingers Film PRATER diesen mythischen Wiener Ort in ein Kinoerlebnis. Eine fesselnde Abfolge von Ein- und Zufällen, Sprünge durch Raum und Zeit. Hintergründiges, das zu denken und zu lachen gibt. Zweimal Fürchten kaufen und rein in die Geisterbahn...
Preis der dt. Filmkritik 2007: Bester Dokumentarfilm!
Bundesverdienstkreuz für Ulrike Ottinger
Kulturstaatssekretär André Schmitz hat am 6. Januar 2010 im Namen von Bundespräsident Horst Köhler an Ulrike Ottinger das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Die Verleihung fand im Rahmen einer kleinen Feier statt. Andre Schmitz: „Ulrike Ottinger hat mit ihrer künstlerischen Arbeit nicht nur einen herausragenden Beitrag zur Kultur in Deutschland geleistet, sondern sich mit ihrem Werk in die Geschichte des deutschsprachigen Films eingeschrieben.“



